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Protest gegen geplantes Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk

Protest gegen geplantes Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk
Bild von BVPK

P R E S S E M I T T E I L U N G - Berlin, den 08.12.2021


Mit einem offenen Brief appellieren die Mitglieder des Bundesverband Pyrotechnik an die Verantwortlichen in Bund und Ländern, von dem geplanten Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk abzusehen. Das Verbot sei reine Symbolpolitik und trage nicht dazu bei, die Corona-Krise zu bewältigen. Vielmehr gefährdet es das Vertrauen in die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.


Vertrauensverlust in die Politik zur Bewältigung der Corona-Pandemie

Das geplante Verkaufsverbot bedeutet ein Ausscheren aus der grundsätzlich evidenzbasierten Politik zur Bekämpfung der Pandemie. Damit riskieren Länder und Bundesregierung einen weitreichenden Verlust von Vertrauen in die Maßnahmen – Vertrauen, das dringend notwendig ist, um die Pandemie zu bewältigen. „Als Verband appellieren wir mit unseren Mitgliedern dringend an die politisch Verantwortlichen, von dem geplanten Verbot abzusehen und diesem im Bundesrat nicht zuzustimmen“, sagte Ingo Schubert, Vorsitzender des Verbands.


„Gefühlte Wahrheiten“ als Treiber für Entscheidung

Bei der Annahme, dass mit einem Verbot Notaufnahmen spürbar entlastet würden handelt es sich um eine „gefühlte Wahrheit“. Die vorliegenden Zahlen deuten vielmehr darauf hin, dass zugelassenes Feuerwerk nicht zu einer nennenswerten Mehrbelastung von Notaufnahmen führt. Vielmehr sind es übermäßiger Alkoholkonsum und daraus entstehende Konfliktes und Verletzungen, die Krankenhäuser zu Silvester füllen. Dies etwa von der Deutschen Krankenhausgesellschaft und Betreibern von Krankenhäusern zu hören. Auch für eine erhöhte Infektionsgefahr beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk gibt es keinerlei empirische Hinweise. Als Aktivität, die den Menschen Anlass bietet, sich im Freien aufzuhalten dürfte sogar das Gegenteil der Fall sein. „Silvesterfeuerwerk abzubrennen bedeutet nicht, dass es zu großen Menschenansammlungen kommt oder der generelle Schutzabstand von 1,50m unterschritten wird“, kommentiert Ingo Schubert. „Individuelle Feuerwerke im Garten oder vor der eigenen Haustür im engeren Familienkreis sind ein pandemiekonformes Gemeinschaftserlebnis“, so Schubert.


Zahlreiche Unternehmen vor der Insolvenz, Ende einer traditionsreichen Handwerksbranche

Jene Mitglieder des Verbands, für die das Silvesterfeuerwerk auch von wirtschaftlicher Bedeutung ist, werden von dem geplanten Verbot hart getroffen. „Erneut erreicht die Unternehmen das Verbot in einem Moment, in dem es längst zu spät ist, um den laufenden Verkauf einfach zu stoppen. Hohe Investitionen in die zu verkaufenden Feuerwerkskörper wurden längst getätigt. Gemietete Ladenflächen, gebuchte Transportkosten, gepackte Versandpakete: All das muss rückabgewickelt werden - mit immensen Kosten“, kommentiert Schubert. „Wenn etwa Ministerpräsident Kretschmer Ende November von Planbarkeit und frühzeitigen Entscheidungen spricht, zeugt das vor allem von einem: Vollkommender Unkenntnis der Branche“. Dies gilt auch für Sonderregelungen für die pyrotechnische Branche im Rahmen der Überbrückungshilfe lll. Wegen der unpassenden Vorgaben blieben die Regelungen des letzten Jahres für die Betroffene ohne Wirkung.

 


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